Kategorie: Ausbildung

Ausbildungsmarkt in der Region stabilisiert – Duale Ausbildung bleibt große Chance für beruflichen Erfolg

Foto:Agentur für Arbeit Bonn; v.l.: Ralf Steinhauer, Janin Fester, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Bonn • Rhein-Sieg, Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung und Fachkräftesicherung der IHK Bonn/Rhein-Sieg Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn Ausbildungsmarkt in der Region stabilisiert – Duale Ausbildung bleibt große Chance für beruflichen Erfolg Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt in Bonn/Rhein-Sieg 2023/2024 auf der Ausbildungsbörse 2024 Die Agentur für Arbeit Bonn, die Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg(IHK), die Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg und die Handwerkskammer zu Köln präsentierten in ihrer gemeinsamen Pressekonferenz am Dienstag, den 9. April 2024, die Halbjahresbilanz am Ausbildungsmarkt des Berufsberatungsjahres 2023/24 für die Region. Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn, sagt: „Im Vergleich zu den beiden Vorjahren können wir sowohl einen Aufwärtstrend bei den Stellen als auch bei den an einer Ausbildung interessierten jungen Menschen feststellen. Dabei übersteigt die Zahl an Ausbildungsstellen die der Bewerberinnen und Bewerber leicht. Dies könnte bedeuten, dass der Abwärtstrend auf beiden Marktseiten vorerst gestoppt ist. Dennoch bleibt es dabei: Der Ausbildungsmarkt unserer Tage ist ein Bewerbermarkt.“ Akquise von AusbildungsstellenDie Agentur für Arbeit konnte seit Beginn des Berichtsjahres 3.851Ausbildungsstellen einwerben. Im Vergleich zum Vorjahr sind dies 751 Stellen mehr oder ein Plus von 24,2 Prozent. Dabei wurden allein im Rhein-Sieg-Kreis 597 Stellen oder 35,3 Prozent mehr gemeldet als Anfang 2023. Auch bei den Bewerberinnen und Bewerbern zeigt sich ein solches Plus: Insgesamt 3.551 Menschen haben ihr Interesse an einer Ausbildungsstelle signalisiert, das sind 400 Personen und 12,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Das steigende Interesse zeigt sich sowohl bei den weiblichen (+7,7 Prozent) als auch bei den männlichen Jugendlichen (+15,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Ralf Steinhauer, Leiter der Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Bonn, begründet den Aufwärtstrend so: „Zum einen haben wir den Kontakt zu den Unternehmen intensiviert und verstärkt für die Einrichtung von Ausbildungsstellen geworben. Dabei haben wir gerade die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber angesprochen, die während der Coronapandemie ihr Angebot zurückgefahren haben. Zum anderen haben wir unser Angebot an Beratungen und Berufsorientierungsveranstaltungen stark ausgeweitet. Dabei haben wir sowohl Schulen als auch andere Orte genutzt und neben den Schülerinnen und Schülern auch deren Eltern angesprochen.“ Dafür wurden auch andere Kommunikationswege genutzt, so beispielsweise digitale Elternabende veranstaltet. Seit Beginn des Berichtsjahres sind der Agentur für Arbeit Bonn die meisten Stellen zu folgenden Berufsausbildungen gemeldet worden: Kaufmann/-frau im Einzelhandel (320), Kaufmann/-frau Büromanagement (237), Verkäufer/in (230), Medizinische/r Fachangestellter/r (165), Handelsfachwirt/in (145), Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (137), Anlagenmechaniker/in, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (100), Fachkraft – Lagerlogistik (93), Verwaltungsfachangestellte/r Bundesverwaltung (81) und Elektroniker/in Energie- und Gebäudetechnik (80). Neu in diesem Ranking sind dabei die Ausbildungen zum Anlagenmechaniker*in an Platz 7, die Verwaltungsfachangestellten an Platz 9und die Elektroniker*in Energie- und Gebäudetechnik auf Platz 10. Mit Stand März 2024 haben 2.644 junge Menschen ihr Interesse an einer Ausbildung signalisiert, aber noch keine Stelle erhalten. Ihnen stünden derzeit2.602 Stellen offen. Mit Blick auf die noch verbleibenden Monate bis zum Beginn des Ausbildungsjahres kalkulieren alle Beteiligten noch mit einer hohen Dynamik: Erfahrungsgemäß steigt das Interesse an Stellen und Vorstellungsterminen erheblich, wenn der Prüfungsstress der Schülerinnen und Schüler vorbei ist und die Noten vorliegen.  Dies wird zwischen Mitte April und Mitte Mai der Fall sein.   Guter Start ins Ausbildungsjahr 2023/24 aus Sicht der Wirtschaft Jürgen Hindenberg, Geschäftsführer Berufsbildung und Fachkräftesicherung der IHK Bonn/Rhein-Sieg, ist mit dem Start des Ausbildungsjahres 2023/24 zufrieden. Zum 31.03.2024 waren bei der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg 591 Ausbildungsverträge registriert, das sind 65 oder 12,4% mehr als zum Vorjahr (526). Nachwuchssicherung: „Nimm2“Den Unternehmen rät Jürgen Hindenberg: „Die Devise bei den Einstellungsgesprächen der nächsten beiden Auszubildendenjahrgänge sollte ‘Nimm 2‘ lauten. Denn wenn das Land Nordrhein-Westfalen 2025/26 vom achtjährigen auf das neunjährige Abitur umstellt, werden von den Gymnasien in diesem Jahr keine Abiturienten abgehen. Wenn die Betriebe demgegenüber 2024 und 2025 jeweils zwei Auszubildende einstellen, sind sie für das Jahr 2026 besser gerüstet.“ In Zahlen bedeute die Umstellung auf G9 einen Rückgang der Abiturientenzahlen von 111.000 auf 66.000 und bei Schülerinnen und Schülern mit Hochschulreife von allgemeinbildenden Schulen einen Rückgang von 67.000 auf 26.000. Janin Fester, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Bonn • Rhein-Sieg erkennt einen positiven Trend im Handwerk: „Wir können steigende Zahlen bei den Abschlüssen der Ausbildungsverträge bestätigen. Die Steigerungen sind besonders deutlich bei den Anlagenmechanikern und Elektrikern. Um die Klimaziele zu erreichen, benötigen wir als umsetzende Kraft unsere Handwerker.Wir sind froh, dass das Interesse für die Gewerke entsprechend auch gewachsenist. Sorge bereiten uns die Lebensmittelhandwerke – konkret das Bäckerhandwerk und Fleischerhandwerk. Das Handwerk hat sich vielfach modernisiert und dennoch die wertvollen Traditionen nicht verloren. Freie Ausbildungsstellen können noch gefunden werden. Zukunftsweisend lohnt sich eine Ausbildung im Handwerk.“ Berufsorientierungsmesse „Berufsstart 2024“ Die diesjährige Pressekonferenz ist gleichzeitiger Auftakt für die „Berufsstart 2024“, der gemeinsam von Agentur für Arbeit Bonn, IHK und der Kreishandwerkerschaft veranstalteten Berufsorientierungsmesse. Am heutigen 9. und morgigen 10. April erwarten über 100 regionale Arbeitgebende aus Industrie, Handwerk, Gastronomie, Verwaltung, Handel und Dienstleistung von jeweils 13 bis 17:30 Uhr Schülerinnen und Schüler aller Schulformen im Beueler Brückenforum, um ihnen das vielfältige Ausbildungsspektrum der Region vorzustellen. Mit ihrer Ausbildungsbörse machen die Kooperationspartner jungen Menschen aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis das Angebot, auf kurzen Wegen unterschiedliche Ausbildungsberufe und Arbeitgeber kennenzulernen. Dabei lohnt sich ein Besuch an beiden Tagen, weil sich jeweils unterschiedliche Unternehmen vorstellen. Ausbildung macht mehr aus unsMit Azubifutter, einer Elternbroschüre sowie Bus-&Bahn-Werbung möchte die IHK mit ihrer Kampagne „Jetzt#könnenlernen – Ausbildung macht mehr aus uns“ noch mehr Schulabgänger von einer Dualen Berufsausbildung begeistern. Azubis finden mit Unterstützung der IHK-AusbildungsvermittlungDie IHK unterstützt Unternehmen mit dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderten Bundesprojekt „Passgenaue Besetzung und Willkommenslosten“ bei der Besetzung von Ausbildungsstellen und informiert auch, wie Auszubildende aus Drittländern, z.B. im Hotel- und Gaststättengewerbe aus Indonesien, angeworben werden können. Elektronischer Datenanhang zum Ausbildungsmarkt Zurück

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Mit dem Handwerk die Zukunft gestalten!

Von industrieblick – Adobe Stock Mit dem Handwerk die Zukunft gestalten! Ausbildungsappell von ZDH-Präsident Dittrich anlässlich der ab dem 11. März bundesweit stattfindenden „Woche der Ausbildung“ der Allianz für Aus- und Weiterbildung unter dem diesjährigen Motto „Zukunft will gelernt sein“: Wer im Handwerk anpackt, der macht die Zukunft des Landes: Klimaschutz und Nachhaltigkeit, kreative Gestaltung und technische Lösungen, Lebensqualität für Menschen allen Alters und aller Vielfalt: Das alles leistet das Handwerk. Die duale Ausbildung ist Startpunkt für eine Bildungskarriere mit Sinn, Sicherheit und Zukunft.  Deshalb rufen wir alle Jugendlichen auf: Wenn Ihr Zukunft gestalten wollt, dann liegt Ihr mit einer Ausbildung im Handwerk genau richtig! Informations- und Orientierungsangebote wie der „Berufe-Checker“ zeigen, welcher Ausbildungsberuf im Handwerk am besten zu Euren Talenten, Fähigkeiten und Vorlieben passt. Die digitalen Informations- und Orientierungsangebote sowie die persönlichen Ansprechpartnerinnen und -partner von Handwerkskammern, Innungen und Kreishandwerkerschaften vor Ort unterstützen Euch bei der Suche und Auswahl des Ausbildungsbetriebes, der zu Euch passt. Nutzt die Chance, schnuppert mit Praktika Handwerksluft und lasst Euch für eine Ausbildung begeistern. Und das nicht morgen, sondern bereits heute: Der ideale Zeitpunkt, um den Grundstein für Eure eigene Karriere zu legen, ist jetzt!  Die Betriebe rufen wir auf, ihre Werkstatttüren weit zu öffnen: Geben Sie jungen Menschen die Chance, mit einer Ausbildung in Ihrem Betrieb durchzustarten! Wer seinen Fachkräftenachwuchs durch die Ausbildung im eigenen Betrieb gewinnt, sichert sich motivierte, engagierte und treue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bieten Sie jungen Menschen dafür Praktika an, um sie vom Handwerk zu begeistern. Und nutzen Sie Angebote von Handwerkskammern wie die Lehrstellenbörsen, um ihre Angebote bekannter zu machen. Über Unterstützungsmöglichkeiten und Förderinstrumente während der Ausbildung informieren wir Sie auch digital. Jede erfolgreiche Ausbildung ist ein Gewinn für die Handwerksfamilie: Die Handwerksorganisationen stehen Euch und Ihnen bei dieser verantwortungsvollen Aufgabe zur Seite.  Ausbildung lohnt sich – für Jugendliche wie Betriebe!   Quelle: ZDH –https://www.zdh.de/presse/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/mit-dem-handwerk-die-zukunft-gestalten/ Zurück

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Mit Abitur glücklich und erfolgreich im Handwerk

Mit Abitur glücklich und erfolgreich im Handwerk. Handwerk? Ist das nicht nur etwas für Haupt- und Realschüler/-innen? Falsch gedacht! Auch für Abiturient/-innen bietet das Handwerk attraktive Karrieremöglichkeiten. Das erkennen immer mehr junge Menschen. Heute ist der Abiturientenanteil im Handwerk mehr als 20 % höher als noch vor fünf Jahren. Und die Abiturientinnen und Abiturienten, die sich für das Handwerk entscheiden, sind mit ihrer Berufswahl besonders zufrieden. Stehst auch du kurz vor dem Abitur oder hast es frisch in der Tasche und fragst dich jetzt: Hörsaal oder Praxis? Dann lass dich von den Beraterinnen und Beratern der Handwerkskammer in deiner Region unterstützen. Sie können dir dabei helfen, den passenden Ausbildungsplatz zu finden, oder beraten dich über die Möglichkeiten, die Ausbildung zu verkürzen. Denn als Abiturient/-in kannst du deine Ausbildung in zwei statt drei Jahren absolvieren. Studieren kannst du nach der Ausbildung selbstverständlich immer noch – und dir Teile deiner Ausbildung dann gegebenenfalls auch wieder auf dein Studium anrechnen lassen. Ansprechpartner/-innen vor Ort finden. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner der Handwerkskammer deiner Region stehen dir bei allen Fragen persönlich zur Seite. Los geht’s Deine Karrieremöglichkeiten. Wenn du nach deiner Ausbildung noch einen Meisterbrief machst, hast du sogar einen Abschluss in der Tasche, der mit einem Bachelor gleichgestellt ist – und bist auch beim Gehalt auf Augenhöhe. Mit dem Meisterbrief kannst du außerdem einen eigenen Betrieb gründen oder einen bestehenden Handwerksbetrieb übernehmen. Viele erfolgreiche Betriebe suchen in den kommenden Jahren altersbedingt Nachfolger/-innen. Deine eigene Chefin oder dein eigener Chef sein – klingt das nicht spannend? Du kannst dir ein Studium grundsätzlich vorstellen, möchtest aber nicht den ganzen Tag über Büchern brüten? Dann könnte ein duales oder triales Studium das Richtige für dich sein.Beim dualen Studium absolvierst du die handwerkliche Ausbildung parallel zum Bachelor. Und während andere beim Berufseinstieg der Praxisschock erwischt, weißt du schon, worauf es im Arbeitsalltag ankommt, und legst einen super Karrierestart hin. Mit dem trialen Studium setzt du noch einen oben drauf und sahnst gleich drei Abschlüsse ab: den Abschluss in deinem ausgewählten Ausbildungsberuf, einen Bachelorabschluss im Studienfach und einen Meisterbrief im Ausbildungsberuf. Und das in nur 4,5–5 Jahren. Quelle:https://www.handwerk.de/infos-zur-ausbildung/bewerbungs-und-karrieretipps/angebote-fuer-abiturienten Zurück

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Unterwegs für „Kein Abschluss ohne Anschluss“Ausbildungsbotschaftende NRW

Unterwegs für „Kein Abschluss ohne Anschluss“ Ausbildungsbotschaftende NRW Berufsorientierung und Nachwuchsmarketing auf Augenhöhe mit den Ausbildungsbotschaftern Die Zahl der freien Ausbildungsplätze im Handwerk steigt an und es können schon lange nicht mehr alle besetzt werden. Ferner verlassen viele Jugendliche die Schule ohne konkreten Berufswunsch und streben immer seltener in eine Ausbildung. Die hervorragenden Beschäftigungsperspektiven und Aufstiegschancen nach Abschluss einer dualen Ausbildung sind oft zu wenig bekannt. Um dem entgegenzuwirken und eine Ausbildung im Handwerk attraktiver zu machen, bietet die Handwerkskammer zu Köln mit unseren Ausbildungsbotschaftenden einen Peer-to-Peer Ansatz an, bei dem Auszubildende, Schülerinnen und Schülern an Schulen und Berufskollegs über ihre gesammelten Erfahrungen während ihrer Ausbildung sowie über Karrieremöglichkeiten informieren. Nutzen des Projekts: Für Handwerksbetriebe: Gewinnung der Fachkräfte von morgen gezielte Ansprache potentieller Bewerber/- innen Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung als engagierte/-r Ausbilder/-innen und Arbeitgeber/-innen wahrgenommen werden Für Auszubildende: stärken ihre persönlichen Kompetenzen stellen ihre fachliche Kompetenz unter Beweis erhalten eine Schulung und eine Urkunde (offizielle Verleihung) Für Schüler/innen: bekommen Impulse für die eigene Berufsorientierung erhalten weitere Perspektiven nach dem Schulabschluss gewinnen authentische und realistische Einblicke in die Berufe erhalten eine Teilnahmebescheinigung (für den Berufswahlpass) Unserer Aufgabe besteht darin Auszubildende zu gewinnen und in einer eintägigen Schulung fortzubilden. Sowie die Koordination der Einsätze zwischen Betrieb und Schule (Anzahl und Schulform frei wählbar). Downloads pdfRückmeldebogen_2023 (846kB) pdfEinwilligungserklärung Ausbildungsbotschafter (102kB) pdfFlyer_Ausbildungsbotschaftende_NRW (5854kB) Kontakt: Anna-Sophia Brandhorst Karrierecoachin Heumarkt 12 50667 Köln Tel. +49 221 – 2022 482 Dipl.-Hdl. Tanja Heinsberg Karrierecoachin Heumarkt 12 50667 Köln Tel. +49 221 – 2022 403 Zurück

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Auszubildende bleiben immer öfter ihrem Ausbildungsbetrieb treu

Auszubildende bleiben immer öfter ihrem Ausbildungsbetrieb treu Anlässlich der am 14. September veröffentlichten Studie des IAB zum Verbleib von Ausbildungsabsolventinnen und -absolventen des Handwerks in ihrem Ausbildungsbetrieb erklärt ZDH-Generalsekretär Schwannecke: „Es ist eine erfreuliche Entwicklung, dass es Handwerksbetrieben zunehmend besser gelingt, ihre Auszubildenden nach der Abschlussprüfung dauerhaft an den Betrieb zu binden. Diese Ergebnisse des Ausbildungspanel Handwerk vom Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) sind zugleich für Betriebe ermutigend, sich dafür zu entscheiden, die eigenen künftigen Fachkräfte im eigenen Betrieb auszubilden. Zahlreiche Betriebe handeln bereits danach und nutzen bewusst die duale Ausbildung, um den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern. Die Verbleibquote im Betrieb weist demnach keine Unterschiede zwischen Ausbildungsabsolventen mit oder ohne deutsche Staatsangehörigkeit auf oder zwischen Absolventinnen mit Hauptschul- oder Realschulabschluss. Das unterstreicht die hohe Integrationsleistung einer erfolgreich abgelegten handwerklichen Berufsausbildung. Im Handwerk gibt es aktuell noch über 31.000 offene Ausbildungsplätze, das sind tausendfach ungenutzte Bildungs- und Karrierechancen für junge Menschen. Um die Handwerksbetriebe bei ihrer Fachkräftenachwuchssicherung zu unterstützen, muss die berufliche Ausbildung gestärkt und politisch endlich Maßnahmen ergriffen werden, die zu einer gleichwertigen Behandlung beruflicher und akademischer Ausbildung führen. Dabei muss sich die Bundesregierung der im jüngsten OECD-Bildungsbericht für Deutschland festgestellten „Bildungspolarisierung“ aktiv stellen. Besonders an Gymnasien erfahren junge Menschen noch viel zu selten von den vielfältigen Handwerksberufen, den möglichen Bildungsabschlüssen und Karriereoptionen bis hin zu Unternehmensgründungen und Betriebsübernahmen. Daher müssen Bund und Länder die Berufsorientierung stärken und an allen allgemeinbildenden Schulen und gerade auch an Gymnasien die Informationen über die Optionen der beruflichen Bildung stets zu einem festen Bestandteil der Berufsorientierung machen. Hierbei gilt es, die Wirtschaft und das Handwerk vor Ort stärker einbeziehen. Mit Blick auf leistungsschwächere Jugendliche müssen die Unterstützungsangebote, die es im Ausbildungsbereich gibt, bei Kleinst- und Kleinbetrieben, Ausbildungsinteressierten und Auszubildenden besser bekannt gemacht werden. Die Instrumente ‚Einstiegsqualifizierung‘ und ‚Assistierte Ausbildung flexibel (AsAflex)‘ müssen flächendeckend angeboten und verstärkt beworben werden.“ Quelle: https://www.zdh.de/presse/veroeffentlichungen/pressemitteilungen/auszubildende-bleiben-immer-oefter-ihrem-ausbildungsbetrieb-treu/ Zurück

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Im Handwerk hauptberuflich Klima schützen

Im Handwerk hauptberuflich Klima schützen Schon jetzt arbeiten in knapp 30 Gewerken täglich Handwerkerinnen und Handwerker in fast allen Bereichen am Erfolg der Energiewende mit, erläutert ZDH-Präsident Jörg Dittrich im Gespräch mit Anne Roßius von „abi.de“. Vor welchen Herausforderungen steht das Handwerk derzeit insgesamt? Eine Karriere im Handwerk ist sinnstiftend, zukunftssicher und bietet ein großes Maß an Freiheit. Dennoch blieben 2022 allein im Handwerk rund 19.000 von den Betrieben angebotene Ausbildungsplätze unbesetzt. Den Bedarf an Fachkräften zu decken und genügend junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen, ist deshalb die größte Herausforderung, vor der das Handwerk steht, aber auch die Gesellschaft insgesamt – wegen der zentralen und unverzichtbaren Rolle von Handwerkerinnen und Handwerkern für die großen Transformationsaufgaben unseres Landes etwa beim Klimaschutz oder der Wärme- und Energiewende. Der Wille in den Betrieben ist da: Ihr Ausbildungsengagement ist ungebrochen und im Vergleich zu anderen Wirtschaftsbereichen überdurchschnittlich hoch. Was jedoch fehlt, sind interessierte Bewerberinnen und Bewerber. Das liegt vor allem auch daran, dass Schülerinnen und Schüler – vor allem an Gymnasien – während ihrer gesamten Schullaufbahn kaum Berührungspunkte mit handwerklichen Berufen haben und sie immer noch dazu Infos erhalten, welche Berufe sie mit einem Studium ausüben können. Über die vielfältigen Möglichkeiten im Handwerk bei den Berufen selbst, aber auch bei den Bildungsabschlüssen bis hin zu Unternehmensgründungen und Betriebsübernahmen werden sie häufig gar nicht oder nur unzureichend informiert. Dabei ist gerade im Handwerk eine steile Bildungskarriere möglich – und das vor allem auch schon sehr jung. Wo sonst kann man schon mit Anfang 20 seinen eigenen Betrieb führen? Wer sich also beruflich und persönlich entwickeln möchte, wer eigene Ideen verwirklichen möchte, egal ob als eigene Chefin und eigener Chef oder für einen Betrieb, der ist im Handwerk genau richtig! Das gilt für Frauen genauso wie für Männer. Damit junge Menschen überhaupt erfahren, welche Welten sich im Handwerk für sie auftun, muss die Berufsorientierung an allen Schulformen ausgebaut werden und die Information über die berufliche Bildung zum festen Bestandteil der Berufsorientierung werden. Das gilt vor allem für Gymnasien. Denn qualifizierte Fachkräfte werden händeringend gesucht im Handwerk: Bereits heute sind rund 250.000 Stellen für handwerkliche Fachkräfte offen. Und der Bedarf wird sicherlich wegen der anstehenden Transformationen weiter steigen. Deshalb braucht es zunächst eine Bildungswende, damit genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen, um die Energiewende erfolgreich umzusetzen: Wir müssen hinkommen zu einer echten Gleichwertigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung in finanzieller und ideeller Hinsicht. Welche Handwerksberufe sind für die Energiewende relevant? Von Beruf Klimaschützer? Im Handwerk ist das möglich. Schon jetzt arbeiten fast 3,1 Millionen Beschäftigte in rund 490.000 Handwerksbetrieben und in knapp 30 Gewerken täglich in fast allen Bereichen am Erfolg der Energiewende mit. Sie dämmen Gebäude, machen die Stromnetze für die Mobilität der Zukunft stark oder stellen die Energieversorgung auf erneuerbare Quellen um. All das spart CO2 und bringt Deutschland seinen Klimazielen näher. In folgenden Gewerken im Handwerk werden klimarelevante Tätigkeiten ausgeübt:  Behälter- und Apparatebauer Brunnenbauer Dachdecker Elektromaschinenbauer Elektrotechniker Estrichleger Fliesen-, Platten- und Mosaikleger Glaser Installateur und Heizungsbauer Kälteanlagenbauer Klempner Kraftfahrzeugtechniker Land- und Baumaschinenmechatroniker Maler und Lackierer Maurer und Betonbauer Metallbauer Ofen- und Luftheizungsbauer Raumausstatter Rollladen- und Sonnenschutztechniker Schornsteinfeger Straßenbauer Stuckateure Tischler Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer Werkstein- und Terrazzohersteller Zimmerer Zweiradmechatroniker Sind die Herausforderungen des Handwerks in diesen Berufen noch stärker spürbar? Wie viele Fachkräfte fehlen derzeit? Allein wegen der Planungen zum Wärmepumpenausbau gehen wir davon aus, dass im Bereich Sanitär-Heizung-Klima bis 2030 rund 60.000 zusätzliche Monteure gebraucht werden. Doch der Fachkräftebedarf ist in allen Gewerken hoch, bei den Klima- und Energiegewerken, aber ebenso bei den Nahrungsmittel-, Gesundheits- und allen anderen Gewerken: Handwerk sichert die Versorgung der Menschen in Stadt und Land mit den unterschiedlichsten Produkten und Leistungen und ist damit für das tägliche Leben unverzichtbar. Und Fachkräfte werden für die Gestaltung von anstehenden Transformationsprozessen gebraucht. Insofern werden im Handwerk Fachkräfte überall und in jedem Gewerk gesucht, die Berufs- und Karrierechancen sind hervorragend. Deshalb ist es so wichtig, dass wir Nachwuchs für das Handwerk gewinnen. Dafür müssen aber wieder mehr junge Menschen die Werkbank dem Hörsaal vorziehen. Wir als Handwerk tun mit unseren Nachwuchsinitiativen und -kampagnen bereits das unsere, um für Nachwuchs zu sorgen. Nun sind Politik und Gesellschaft gefragt: Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, die der gleichermaßen großen Bedeutung von beruflicher und akademischer Bildung Rechnung tragen, und Politik muss beide Bildungswege gleichwertig fördern und finanziell ausstatten. Und in der Gesellschaft braucht es ein Umdenken dahingehend, dass Wissen und Können gleichermaßen notwendig und wichtig sind, damit unser Land funktioniert und wir Zukunft gestalten können.   Welche Berufschancen hätte ein junger Mensch, der sich für eine Ausbildung im Energiebereich entscheidet? Wer sich für eine Karriere im Handwerk entscheidet, setzt auf Sicherheit, einen guten Verdienst bereits in jungen Jahren und darauf, ganz egal in welchem Gewerk, gebraucht zu werden und damit gesellschaftlich relevant zu sein. Im Energiebereich sind Handwerkerinnen und Handwerker vor allem im Hoch- und Tiefbausektor sowie in der Gebäude- und in der Versorgungstechnik tätig und folglich auch ganz besonders gefragt.  Welche Karrieremöglichkeiten hat man im Handwerk? Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? Die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten im Handwerk sind so vielfältig, wie die Gewerke selbst. Die berufliche Bildung bietet eine große Vielfalt an Abschlüssen, Fortbildungen und Qualifizierungen. Für alle Interessen, für jede Lebensphase ist etwas dabei.  Die Vielfalt an Möglichkeiten wird bei der Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen allerdings nicht ausreichend kommuniziert. Der klassische und häufigste Karriereweg ist der Gesellen- und danach der Meisterabschluss mit der Chance, einen eigenen Betrieb zu gründen oder einen bestehenden Betrieb zu übernehmen. In den kommenden fünf Jahren stehen allein im Handwerk rund 125.000 Betriebsübergaben an. So jung wie im Handwerk besteht in kaum einem anderen Wirtschaftsbereich die Möglichkeit, seine eigene Chefin oder sein eigener Chef zu sein und damit einhergehend eigene Wünsche und Ideen zu verwirklichen. Bereits zwischen Gesellen- und Meisterabschluss sind zusätzliche Fortbildungen möglichen. Man kann sich beispielsweise zum Berufsspezialisten weiterentwickeln, etwa zum Servicetechniker oder zum Fachmann oder zur Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung im Handwerk. In vielen Gewerken kann auch der Meisterabschluss um Fortbildungen aufgestockt werden: auf der Ebene des Bachelor Professional beispielsweise zum Verkaufsleiter oder zur Verkaufsleiterin

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DU BIST IN DER AUSBILDUNG UND BRAUCHST SUPPORT BEIM LERNEN?

DU BIST IN DER AUSBILDUNG UND BRAUCHST SUPPORT BEIM LERNEN? Geflüchtete Menschen sehen sich in der Berufsausbildung mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Die Fachthemen sind anspruchsvoll, es bestehen noch immer Unsicherheiten beim deutschen Sprachgebrauch, mitunter Förderbedarfe im mathematischen Bereich und damit einhergehend Überforderungen beim Umgang mit komplexen Fragestellungen. In diesen Bereichen bietet das Katholische Bildungswerk Bonn seit 2020 den kostenfreien Förderunterricht UFO an, der sich als ergänzende Fördermaßnahme zu den schulischen Förderangeboten versteht. UFO richtet sich an geflüchtete Menschen ab 18 Jahren, die in der Berufsausbildung sind oder eine berufsvorbereitende Maßnahme besuchen. •UFO baut sprachliche Barrieren ab. •UFO fördert mathematisches Verständnis. •UFO leistet konkrete Hilfe zum eigenständigen Umgang mit komplexen Fragestellungen. •UFO vermittelt Lerntipps & Tricks, die die Scheu vorm Sachtext reduzieren. •UFO bietet personalisierte Nachhilfe in einer kleinen Lerngruppe: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bringen ihre eigenen Materialien mit zum Unterricht und stellen gezielte Fragen. • UFO trägt zu einer gelungen Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen bei. • UFO ist kostenfrei und hat wieder Plätze! • UFO – Anmeldung bei: Katrin Smeets, , 01520/1571776 Plakat -PDF- Zurück

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